Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild: Photovoltaik auf einem Dach und einer neutral dargestellten Freifläche. Das Motiv zeigt keinen konkreten NRW-Standort.
Nordrhein-Westfalen. Vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2026 wurden landesweit 82.751 neue Solareinheiten mit zusammen rund 908 Megawatt (MW) Leistung in Betrieb genommen. Die Zahlen stammen aus einer Verbandsauswertung des Marktstammdatenregisters durch den Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) mit Datenstand 4. August 2026. Sie sind keine eigenständige amtliche Halbjahresbilanz.
Nach Berechnung des Verbandes lag die neu installierte Leistung 3,3 Prozent unter dem ersten Halbjahr 2025. Der zugängliche Mitteilungstext nennt für den Vorjahreszeitraum keinen absoluten Vergleichswert. Das Minus wurde deshalb nicht unabhängig nachgerechnet und bleibt als Ergebnis der Verbandsauswertung gekennzeichnet.
Den größten Anteil am Leistungszubau hatten Anlagen auf Gebäuden. Die beigefügte LEE-Grafik weist dafür 690,2 MW oder 75,99 Prozent aus. Auf Freiflächenanlagen entfielen 157,6 MW beziehungsweise 17,35 Prozent. Steckerfertige Solaranlagen, meist Balkonkraftwerke genannt, kamen auf 57,6 MW oder 6,34 Prozent. Sonstige Solaranlagen steuerten 2,9 MW beziehungsweise 0,32 Prozent bei. Die vier Teilwerte summieren sich auf 908,3 MW und erklären die gerundete Gesamtangabe von rund 908 MW.

Grafikinhalt: Datengrafik mit 82.751 neuen Solaranlagen, rund 908 Megawatt Leistung und laut LEE 3,3 Prozent weniger Leistungszubau als im ersten Halbjahr 2025. Grafik in Originalgröße öffnen.
Bei der Zahl der Einheiten zeigt sich ein anderes Bild. Mit 41.362 Einträgen stellten Balkonkraftwerke nach der LEE-Grafik nahezu die Hälfte des Zubaus, obwohl ihr Anteil an der Leistung deutlich kleiner war. Für Freiflächenanlagen nennt die Grafik 101 Einheiten, für sonstige Anlagen sechs. Bei den Gebäudeanlagen widersprechen sich die LEE-Unterlagen: Die Mitteilung nennt 41.282, die Grafik 41.286. Deshalb darf die Aufteilung nicht als widerspruchsfrei oder unabhängig bestätigt dargestellt werden.
Ein Gegencheck mit der Statistik der Bundesnetzagentur bestätigt die Größenordnung, nicht aber den jüngeren Endstand. In den amtlichen Länder- und Detailtabellen des Marktstammdatenregisters waren mit Datenstand 13. Juli 2026 für NRW 80.373 Solar-Inbetriebnahmen und 873,1 MW erfasst. Dieser Stichtag lag 22 Tage vor dem in den LEE-Unterlagen genannten Stand. Die Bundesnetzagentur weist auf die einmonatige Registrierungsfrist und mögliche Nachmeldungen hin. Der Abstand von 2.378 Einheiten und 35,2 MW kann deshalb auch Nachmeldungen enthalten; ohne identische Filterlogik und einen eigenen Rohdatenexport lässt er sich ihnen jedoch nicht vollständig zurechnen.
Die amtliche Bundesnetzagentur-Tabelle weist zum 13. Juli 40.854 steckerfertige Anlagen mit 56,8 MW, 39.415 Gebäudeanlagen mit 655,9 MW, 99 Freiflächenanlagen mit 157,5 MW sowie fünf sonstige Anlagen mit 2,9 MW aus. Im bloßen Vergleich mit den späteren LEE-Angaben liegt der größte rechnerische Abstand bei den Gebäudeanlagen. Wegen unterschiedlicher Stichtage, der widersprüchlichen Gebäudezahl in den LEE-Unterlagen und einer nicht reproduzierten LEE-Filterlogik ist das keine amtlich bestätigte Fortschreibung.
Regional lag nach der Verbandsauswertung der Regierungsbezirk Düsseldorf mit 207,65 MW knapp vor Köln mit 205,69 MW. Unter den Kreisen führte Gütersloh mit mehr als 50 MW; bei den kreisfreien Städten lag Düsseldorf mit knapp 32,6 MW vorn. Diese Regionalwerte wurden nicht in einer zweiten amtlichen Tabelle nachgeprüft.
Die Zahlen messen neu registrierte Inbetriebnahmen und installierte Leistung, nicht den tatsächlich erzeugten Solarstrom. Aus vielen Sonnenstunden lässt sich daher kein bestimmter Ausbauwert ableiten. Ebenso erlaubt ein Halbjahreswert keine belastbare Hochrechnung für das Gesamtjahr 2026, zumal Einträge im Marktstammdatenregister nachträglich ergänzt oder korrigiert werden können.
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Quelle und Transparenz
Primärquelle: Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. (LEE NRW): Trotz Rekordsonne weniger Solarausbau in NRW
Quellenstand: Quelle: Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V. (LEE NRW), Trotz Rekordsonne weniger Solarausbau in NRW, veröffentlicht 2026-08-11T11:32:00+02:00; redaktionell geprüft am 11. August 2026.
Zuletzt redaktionell geprüft: 11. August 2026, 20.22 Uhr
News mit Hilfe von KI erstellt. Fakten und Primärquelle wurden redaktionell geprüft.





