Zum Inhalt springen
Alle Themen
Umwelt

NRW kündigt Vorstellung von Maßnahmen gegen Erdmandelgras an

Aktualisiert:

Erdmandelgras mit schmalen Blättern, gelbbraunen Blütenständen und freigelegten Knöllchen im Ackerboden.
KI-generiertes Symbolbild

Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild

Das Erdmandelgras bereitet landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen zunehmend Probleme. Am Dienstag, 11. August, wollen das Land, die Landwirtschaftskammer und beteiligte Verbände in Dülmen-Merfeld über Möglichkeiten zur Vorbeugung und Eindämmung informieren. Der Termin beginnt nach Angaben des Landes um 10 Uhr auf einer landwirtschaftlichen Fläche.

Die Pflanze vermehrt sich vor allem über kleine unterirdische Knöllchen. Gerade diese Speicherorgane machen sie besonders ausdauernd. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums überstehen die Knöllchen Temperaturen bis minus 15 Grad und können über Jahrzehnte keimfähig bleiben. Wird befallener Boden bewegt, können sie zudem auf weitere Flächen gelangen.

Für Betriebe ist ein Befall nicht nur eine botanische Frage. Erdmandelgras konkurriert mit Kulturpflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe. Gleichzeitig erschwert seine lange Überlebensfähigkeit eine vollständige Beseitigung. Das Land beschreibt eine Sanierung bereits stark betroffener Flächen deshalb als kaum möglich. Umso wichtiger ist es, eine Verschleppung früh zu verhindern.

Grafik zu Frosttoleranz und langer Keimfähigkeit der Knöllchen des Erdmandelgrases.
Grafik: LandesJournal

Bei dem Feldtermin sollen Fachleute erläutern, wie sich die Pflanzen erkennen lassen und welche Hygienemaßnahmen bei Maschinen, Boden und Erntegut in Betracht kommen. Konkrete Empfehlungen müssen sich nach Kultur, Befallsstärke und Standort richten. Pauschale Bekämpfungsrezepte wären angesichts der unterschiedlichen Flächenbedingungen nicht seriös.

Dülmen-Merfeld liegt im Münsterland, einer stark landwirtschaftlich geprägten Region. Der Termin hat dennoch landesweite Bedeutung, weil Maschinen, Erdmaterial und Warenströme Befallsstellen miteinander verbinden können. Vorbeugung ist deshalb nicht auf einzelne Höfe beschränkt, sondern verlangt abgestimmtes Handeln entlang der Arbeitsabläufe.

Die Veranstaltung hatte zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht begonnen. Neue Vorgaben, Förderzusagen oder Ergebnisse können daraus daher nicht abgeleitet werden. Das Land hat als Schwerpunkt zunächst Information, Vorbeugung und Eindämmung angekündigt. Ob weitere Maßnahmen folgen, hängt von späteren fachlichen und politischen Entscheidungen ab.

Für die Öffentlichkeit ist das Thema wenig sichtbar, für betroffene Betriebe aber langfristig relevant. Ein einzelnes übersehenes Vorkommen kann sich über Jahre ausweiten. Der geplante Austausch in Merfeld soll daher vor allem dazu beitragen, Befall früh zu erkennen und unbeabsichtigte Verbreitung zu vermeiden.

Mehr zum Thema: Naturschutz im Kreis Borken.

Quelle und Transparenz

Primärquelle: Land Nordrhein-Westfalen / Landwirtschaftsministerium: Termin zur Eindämmung von Erdmandelgras in Dülmen-Merfeld

Quellenstand: Quelle: Land Nordrhein-Westfalen, Terminankündigung für den 11. August 2026; am 10. August fachlich gegen die am Vortag gesicherte Primärquellenevidenz geprüft, da der Server beim erneuten Abruf nicht antwortete.

Zuletzt redaktionell geprüft: 11. August 2026, 00.53 Uhr

News mit Hilfe von KI erstellt. Fakten und Primärquelle wurden redaktionell geprüft.

Themen: , , ,