Düsseldorf. Bei der landesweiten Kontrollaktion gegen sogenannte Problemimmobilien haben die Behörden 38 Wohneinheiten sofort geschlossen. Mehr als 100 Einsatzkräfte überprüften am Donnerstag, 24. September, in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld und Velbert rund 143 Wohneinheiten. Das teilte das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung am Freitag, 25. September, mit.
Die Ergebnisse
Nach Angaben des Ministeriums stellten die Kontrolleure 14 lebensbedrohliche Mängel beim Brandschutz und 26 defekte Elektroanlagen fest. In neun Fällen gab es Rattenbefall oder Vermüllung. Für 38 Wohneinheiten wurde die Nutzung untersagt; den betroffenen Mieterinnen und Mietern wurden andere Unterkünfte angeboten.
In 57 Fällen fanden die Behörden Hinweise auf Scheinarbeitsverhältnisse im Zusammenhang mit möglichem Sozialleistungsmissbrauch. Zudem wurden 60 Verstöße gegen das Melderecht festgestellt und in zwölf Fällen Prüfungen zum Verlust der europäischen Freizügigkeit eingeleitet. Drei Haftbefehle wurden vollstreckt, sieben Fahrzeuge abgeschleppt.
Hintergrund
An der Aktion waren neben den Städten unter anderem Polizei, Zoll, Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter beteiligt. Die Adressen wurden nach Angaben des Ministeriums mithilfe einer Datenanalyse ausgewählt. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) wertete die Aktion als gezielten Schlag gegen das Geschäftsmodell mit Schrottimmobilien. LandesJournal hatte über den Beginn der Kontrollen berichtet.
Quelle: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW, Mitteilung vom 25. September 2026.
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