Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild
Der Landtag Nordrhein-Westfalen berichtete am 31. August über einen Besuch seines Präsidenten André Kuper in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Kuper begegnete dort nach Angaben des Parlaments mehr als 200 Jugendlichen aus Deutschland und Polen. Die Gespräche befassten sich mit Erinnerungskultur und mit der Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben. Beteiligt waren junge Menschen aus Zusammenhängen der DGB Jugend NRW, der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Auf Einladung des Volksbunds tauschten sich Jugendliche aus beiden Ländern eine Woche lang über ihre Sicht auf die Geschichte und über Verantwortung in der Gegenwart aus. Der Landtagspräsident nahm an diesem Austausch teil. Die Begegnung verband damit mehrere Gruppen und Bildungsangebote, ohne dass die Meldung die genaue Zahl der Teilnehmenden aus jeder Organisation einzeln aufschlüsselt.
Gedenken und einwöchiger Austausch
Im ehemaligen Lager Birkenau sprach Kuper als Schirmherr einer Gedenkstättenfahrt der DGB Jugend NRW. Gemeinsam mit der stellvertretenden DGB-Landesvorsitzenden Anke Unger legte er am zentralen Mahnmal einen Kranz nieder. Rund 200 junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen nahmen nach Angaben des Landtags an dieser Gedenkzeremonie teil. Im Zentrum für Dialog und Gebet traf Kuper außerdem Stipendiatinnen und Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung.

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Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf dem Archiv und der Konservierungsabteilung der Gedenkstätte. Dort informierte sich Kuper über die Sammlung, Erhaltung und wissenschaftliche Nutzung von Dokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der stellvertretende Direktor der Gedenkstätte, Andrzej Kacorzyk, hob nach Darstellung des Landtags die Bedeutung solcher Quellen für die Erforschung der nationalsozialistischen Verbrechen hervor.
Dokumente für das Archiv
Zu den genannten Materialien gehören Lagerpostkarten, Briefe von Tätern, Lagergeld und weitere Dokumente. Sie stammen laut Landtag aus einer Auktion, die nach Protesten abgesagt worden war. Im Parlament wurden die Unterlagen später an Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Archive übergeben. Zahlreiche Dokumente sollen auch in den Bestand des Archivs von Auschwitz-Birkenau gelangen und dort erhalten und für die weitere Forschung genutzt werden.
Die aktuelle Meldung beziffert jedoch weder die genaue Zahl der nach Auschwitz-Birkenau übernommenen Stücke noch ihren finanziellen Wert vollständig. Auch der Erwerbsweg wird nur teilweise beschrieben: Genannt werden die abgesetzte Auktion und die spätere Übergabe, nicht aber sämtliche einzelnen Schritte, Beteiligten oder Konditionen. Für ein vollständiges Inventar und eine abschließende Bewertung der Transaktion wären deshalb ergänzende Angaben erforderlich.
Kuper verband den Besuch mit dem Hinweis, dass Ausgrenzung, Rassismus und die Beseitigung demokratischer Institutionen den nationalsozialistischen Vernichtungslagern vorausgingen. Für die Gegenwart stellte er die gemeinsame Verantwortung Deutschlands und Polens für Frieden und Sicherheit in Europa heraus. Seine Aussagen bilden die politische Einordnung des Landtagspräsidenten; die historischen Dokumente selbst sollen der weiteren Arbeit von Archiven, Gedenkstätten und Forschung dienen.
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Quelle und Transparenz
Primärquelle: Landtag Nordrhein-Westfalen: Auf den Spuren von Dokumenten des Nationalsozialismus
Quellenstand: 31. August 2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 31. August 2026, 15.35 Uhr
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