Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild
Nordrhein-Westfalens Außenhandel hat im Juni 2026 deutlich höhere Warenwerte als ein Jahr zuvor erreicht. Unternehmen aus dem Land exportierten Waren für 20,7 Milliarden Euro. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen von IT.NRW 15,1 Prozent mehr als im Juni 2025. Der damalige Exportwert lag bei 18,0 Milliarden Euro.
Auf der Importseite wurden im Juni Waren im Wert von 26,2 Milliarden Euro erfasst. Gegenüber den 23,2 Milliarden Euro im Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 12,8 Prozent. Die Veränderungsraten beziehen sich jeweils auf den nominalen Warenwert; aus der Mitteilung lässt sich nicht ableiten, welcher Anteil auf Preise oder Mengen entfiel.
Quartal und Halbjahr im Plus
Auch über das gesamte zweite Quartal lagen beide Handelsrichtungen über dem Vorjahr. Die Exporte summierten sich von April bis Juni auf 57,8 Milliarden Euro, nach 54,9 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2025. Das ergibt einen Zuwachs von 5,3 Prozent. Die Importe stiegen um 5,4 Prozent von 70,3 auf 74,1 Milliarden Euro.

Grafikinhalt: Datengrafik zu Exporten und Importen Nordrhein-Westfalens im Juni und zweiten Quartal 2026. Grafik in Originalgröße öffnen.
Der Blick auf das erste Halbjahr fällt ebenfalls positiv aus, allerdings mit kleineren Veränderungsraten. Der Exportwert erreichte 113,2 Milliarden Euro und lag damit rund 1,2 Prozent über den 111,9 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums. Bei den Importen standen 145,2 Milliarden Euro einem Vorjahreswert von 142,5 Milliarden Euro gegenüber, ein Plus von 1,9 Prozent.
Die Monatstabelle zeigt, dass der starke Juni nicht für jeden einzelnen Monat des Jahresverlaufs steht. Im Januar lagen die Exporte 9,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat, im Februar 1,8 Prozent darunter. Nach Zuwächsen im März und April folgte im Mai nochmals ein Minus von 2,4 Prozent. Erst im Juni fiel der Anstieg mit 15,1 Prozent besonders kräftig aus.
Vorläufige Warenwerte mit methodischen Grenzen
Grundlage ist die Außenhandelsstatistik. Unternehmen in Nordrhein-Westfalen melden dafür monatlich ihre grenzüberschreitenden Warenverkehre. IT.NRW rundet die veröffentlichten Werte auf die jeweiligen Endwerte. Die aktuelle Meldung kennzeichnet die Ergebnisse ausdrücklich als vorläufig; spätere Datenstände können deshalb abweichen.
Die höheren Importe als Exporte sind nicht ohne Weiteres als Handelsbilanz des Landes zu lesen. Nach dem Hinweis des Statistischen Landesamtes umfassen die Importdaten auch Waren, die zunächst in Nordrhein-Westfalen eingelagert und danach in andere Bundesländer weitergeleitet werden. Eine einfache Saldierung beider Summen wäre daher nur begrenzt aussagekräftig.
Aus den Juniwerten lässt sich zudem kein gesicherter Trend für das Gesamtjahr ableiten. Sie beschreiben Warenwerte, keine Produktionsleistung und keinen Unternehmensgewinn. Die Mitteilung erlaubt zunächst den Vergleich mit den jeweils genannten Vorjahreszeiträumen. Ob der kräftige Monatszuwachs anhält, werden erst weitere Veröffentlichungen der Außenhandelsstatistik zeigen.
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Quelle und Transparenz
Primärquelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW): NRW-Wirtschaft: Deutliche Zuwächse sowohl bei den Ex- als auch Importen im Juni 2026
Quellenstand: 31. August 2026
Zuletzt redaktionell geprüft: 31. August 2026, 15.35 Uhr
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