Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch ein Etikett, sondern durch nachvollziehbare Arbeit. Diese Maßstäbe gelten für unsere Nachrichten, Recherchen, Interviews und LandesJournal.TV. Sie beschreiben unseren Anspruch und machen ihn überprüfbar.
Wir gehen zur Quelle
Wir lesen die maßgeblichen Originalquellen: etwa amtliche Dokumente, Gerichts- und Behördenmitteilungen, Studien oder direkte Antworten auf unsere Fragen. Suchtreffer und Beiträge anderer Medien können Hinweise geben, ersetzen aber nicht die Prüfung. Zentrale Angaben gleichen wir nach Möglichkeit mit unabhängigen Belegen ab. Mehrere Abschriften derselben Meldung sind keine voneinander unabhängigen Quellen.
Im Beitrag nennen oder verlinken wir die wesentlichen Ausgangsquellen. Beruht eine Nachricht vor allem auf einer Pressemitteilung, machen wir das kenntlich. Die Bewertung einer Behörde, eines Unternehmens oder eines Verbandes ist nicht automatisch unsere eigene. Ereigniszeit, Veröffentlichungsdatum und spätere Aktualisierung halten wir auseinander.
Wir prüfen, wer antwortet
Ansprechpartner ermitteln wir über offizielle Kontaktwege. Bei neuen oder auffälligen Antwortkontakten prüfen wir Herkunft und Zuständigkeit; soweit erforderlich fragen wir über einen unabhängig ermittelten Kontakt nach. Wir unterscheiden persönliche Antworten von abgestimmten Stellungnahmen einer Pressestelle. Eine echt aussehende E-Mail oder eine bekannte Absenderadresse allein beweist weder die Urheberschaft noch die Richtigkeit einer Aussage.
Wir fragen kritisch und bleiben fair
Bei erheblichen Vorwürfen prüfen wir die Tatsachengrundlage und holen die Position der Betroffenen ein. Belastende und entlastende Erkenntnisse gehören zusammen. Eine unbeantwortete Frage beweist keine Schuld; eine Festnahme oder ein Ermittlungsverfahren ist keine Verurteilung. Ungeklärtes benennen wir als ungeklärt. Bei schweren Vorwürfen ist vor einer Veröffentlichung eine menschliche redaktionelle Schlussprüfung erforderlich.
Unsere Texte sollen ohne Fachwissen verständlich sein. Überschriften dürfen neugierig machen und auf den Punkt bringen, aber keinen anderen Sachverhalt behaupten als der belegte Inhalt. Nachricht, Einordnung und Meinung müssen unterscheidbar bleiben. Zitate und Interviewantworten geben wir sinngetreu wieder; Kürzungen dürfen ihren Sinn nicht verändern.
Menschen sind mehr als eine Schlagzeile
Wir wägen öffentliches Interesse und Persönlichkeitsrechte sorgfältig ab. Minderjährige, Opfer von Gewalt und unbeteiligte Angehörige benötigen besonderen Schutz. Namen, Fotos und private Angaben übernehmen wir nicht allein deshalb, weil sie bereits im Internet stehen. Vertrauliche Hinweise behandeln wir entsprechend der getroffenen Vereinbarungen.
Bilder, Filme und Stimmen müssen einzuordnen sein
Wir suchen zuerst passende aktuelle Ereignisvideos mit geklärten Nutzungsrechten, danach geeignete echte Fotos. Erst wenn passendes Originalmaterial nicht nutzbar ist, kommen eigene, individuelle KI-Symbolbilder infrage. Frei zugänglich bedeutet nicht frei verwendbar. Bildnachweise, erlaubter Nutzungsumfang und Rechte am Ton gehören zur Prüfung.
Originalaufnahme, Archiv- oder Symbolfoto und KI-Illustration werden unterscheidbar gekennzeichnet. Archivmaterial geben wir nicht als aktuelle Ereignisaufnahme aus. Ein KI-Symbolbild zeigt eine fiktive Szene, keinen dokumentierten Tatort oder tatsächlichen Einsatz. Auch künstlich erzeugte Sprecherstimmen in LandesJournal.TV sind kein Originalton der Personen, über die wir berichten, und werden als synthetisch kenntlich gemacht.
KI unterstützt. Die Verantwortung bleibt bei uns.
Wir setzen KI unter anderem für Rechercheunterstützung, Strukturierung, Formulierung, Übersetzung, Illustrationen und Vertonung ein. Ein erzeugter Text ist jedoch kein Beleg. Namen, Zahlen, Zitate und zentrale Tatsachen müssen sich auf nachvollziehbare Quellen stützen. KI ersetzt weder die Quellenprüfung noch die redaktionelle Verantwortung. Ungeklärte Inhalte werden zurückgehalten. Vertrauliche Originalunterlagen geben wir nicht ungeprüft an externe KI-Dienste weiter.
Redaktionelle Entscheidungen sind nicht käuflich
Werbung und bezahlte Kooperationen müssen als solche erkennbar und vom redaktionellen Inhalt getrennt sein. Freiwillige Unterstützung begründet keinen Anspruch auf Berichterstattung, eine bestimmte Bewertung oder das Verschweigen eines Themas. Relevante eigene Interessen und Interessenkonflikte legen wir offen.
Fehler korrigieren wir sichtbar
Auch sorgfältige Arbeit ist nicht unfehlbar. Sachliche Fehlerhinweise prüfen wir. Relevante Fehler stellen wir am betroffenen Beitrag richtig; wesentliche Änderungen erläutern wir mit Datum. Eine Korrektur darf nicht so versteckt werden, dass die ursprüngliche falsche Aussage unbemerkt bestehen bleibt.
Für Hinweise, Fragen oder Kritik erreichen Sie die Redaktion unter redaktion@landesjournal.de. Bitte nennen Sie möglichst den betroffenen Beitrag und den konkreten Punkt. Vertrauliche Unterlagen oder sensible personenbezogene Daten sollten nicht unaufgefordert übermittelt werden.
Unser Selbstverständnis: Wofür wir stehen. Weitere Hinweise: Quellenrichtlinie, Korrekturen, Redaktion & Transparenz und Impressum. Ethischer Maßstab ist der Pressekodex des Deutschen Presserats. Eine formelle Selbstverpflichtung oder Mitgliedschaft wird damit nicht behauptet.

