Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen ist erneut gestiegen. Nach dem vierten Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.102 Fälle dokumentiert. Im Vorjahr waren es 940. Das entspricht einem Anstieg um 17 Prozent.
Besonders besorgniserregend ist nach Angaben von RIAS NRW nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die zunehmende Schwere der Vorfälle. Bedrohungen und Angriffe nahmen deutlich zu. Viele Vorfälle ereigneten sich im öffentlichen Raum, in Bildungseinrichtungen und im Internet.
Integrationsministerin Verena Schäffer bezeichnete die Entwicklung als klaren Auftrag zum Handeln. Antisemitismus beginne nicht erst bei Straftaten, sondern bereits bei diskriminierendem und verletzendem Verhalten. Die Landesregierung will Betroffene schützen und Präventionsarbeit weiter stärken.





